Veröffentlichungen/Presse
Die Arbeit des Innovationsforums wird über Veröffentlichungen und Pressemitteilungen nach außen wirksam. Die wachsenden Bedeutung der Nutzung der oberflächennahen Geothermie zur allgemeinen Daseinsvorsorge findet unter dem Eindruck ständig wachsender Energie_ und Rohstoffpreise eine nachhaltige Resonanz bei den Endverbrauchern und sogt für eine moderne und effiziente Energiepolitik zum Nutzen und unter aktiver Mitwirkung der klein- und mittelständischen Unternehmen.Pressemeldungen Freies Wort September 2007
- Artikel Freies Wort Auftaktveranstaltung - Erdwärme-Nutzung liegt voll im Trend (pdf-Datei)
- Artikel Freies Wort - Die Ernüchterung kommt mit der Stromrechnung (pdf-Datei)
Internetseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) – Innovationsinitiative Neue Länder „Unternehmen Region“
-Oberflächennahe Geothermie: alternative Energie mit Potenzial“
- Internetseite des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Technologie und Arbeit
Mutter Erde und Vater Staat treffen sich auf Schloss Ettersburg
Auf dem frisch restaurierten Schloss in der Nähe von Weimar fand am 23. und 24. Januar 2008 das Innovationsforum „Erhöhung der Nutzungspotenziale oberflächennaher Geothermie“ statt. 180 Teilnehmer, u. a. von Ingenieurbüros, Bohrfirmen, Heizungsbauern, Universitäten und aus der Verwaltung diskutierten Theorie und Praxis der oberflächennahen Geothermie.
Initiiert und organisiert wurde die Veranstaltung vom Forschungsinstitut für Tief- und Rohrleitungsbau (FITR). Der Institutsleiter, Dr. Wolfgang Berger, begrüßte zunächst die Anwesenden und stellte das Institut kurz vor. Das FITR, 1991 als unabhängiges wirtschaftsnahes Forschungsinstitut gegründet, ist unter anderem auf den Gebieten Leitungsbionik, Deichertüchtigung und Aus- und Weiterbildung tätig.
Ute Büchner, Leiterin des Fachbereichs Energie und Umwelt, berichtete, wie man vor drei Jahren überlegte, ob sich Innovationen, die im Tief- und Rohrleitungsbau schon verwirklicht waren, nicht auch auf die oberflächennahe Geothermie übertragen ließen und dort zu einer Erhöhung der Nutzungspotenziale beitragen könnten. Aus ersten Projekten in diese Richtung entstand dann die Idee für das Innovationsforum.
Im September 2007 gab es eine Auftaktveranstaltung, auf der fünf Arbeitskreise ins Leben gerufen wurden: Geologie und Geophysik, Einbau- und Gewinnungsverfahren, Wärmepumpen, Kombination von Wärmepumpen mit anderen Energieformen, Qualitätsmanagement. Außerdem gründeten in diesem Rahmen 20 Unternehmen den Erdwärme Thüringen e.V. Der Verein möchte den Bekanntheitsgrad der oberflächennahen Geothermie fördern, Innovationspotenziale aufzeigen und Forschungs- und Entwicklungsprojekte initiieren. In der Folge trafen sich die Arbeitskreise regelmäßig – auf Schloss Ettersburg gaben sie Einblick in den Stand ihrer Diskussionen.
Barbara Reddig vom Projektträger DLR betonte, dass BMBF und DLR nicht an einer bloßen Netzwerkbildung oder einer losen Projekt-Zusammenarbeit interessiert seien, sondern an festen Bündnissen, die sich im Idealfall zu international anerkannten Clustern entwickeln. Sie zeigte sich überzeugt, dass das Geothermie-Innovationsforum diese Erwartung erfülle - deshalb habe das BMBF sich zu einer Förderung entschieden.
Auch Prof. Dr. Christian Juckenack, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Arbeit, hält die Unterstützung der Geothermie in Thüringen für eine gute Investition. Er hob in seinem Grußwort hervor, dass Thüringen im Bereich erneuerbare Energien die Nummer 1 in Deutschland sei. Bundesweit würden 6% des primären Energieverbrauchs durch regenerative Energien gedeckt, in Thüringen seien es 12%. Die Nutzung der erneuerbaren Energien müsse weiter intensiviert werden; gerade für die oberflächennahe Geothermie habe Thüringen gute Voraussetzungen, z.B. geothermisch nutzbare Höhlen und stillgelegte Bergbaustollen.
Im Vergleich zu anderen regenerativen Energien hat die oberflächennahe Geothermie den Vorteil, dass sie Energie kontinuierlich und wetterunabhängig zur Verfügung stellt und ihre Anlagen das Landschaftsbild nicht stören. Staatssekretär Juckenack zeigte sich überzeugt, dass das Innovationsforum ein Stück Aufklärungsarbeit in Sachen Geothermie leistet und dazu beiträgt, dass die Potenziale der oberflächennahen Geothermie in Thüringen in Zukunft effektiver genutzt werden können. „Vater Staat und Mutter Erde gehen hier eine fruchtbare Verbindung ein“, scherzte Prof. Dr. Juckenack.




